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Bauen und Wohnen

Bauherr Bund - Berlin

Das Stadtbild der Bundeshauptstadt Berlin wird wesentlich durch Bundesbauten mitgeprägt. Seit dem Hauptstadtbeschluss von 1991 und dem Umzug von Parlament und Regierung nach Berlin wurden viele Gebäude in Berlin neu- oder umgebaut. Alte Gebäude wurden erhalten, aber auch moderner Architektur wurde Raum gegeben. So sind Gebäude von außergewöhnlicher Qualität und Ausstrahlung entstanden, die heute das Bild Deutschlands in der Öffentlichkeit maßgeblich mitprägen. Aufbauend auf das Kunstkonzept Berlin wurde bei diesen Bauten auch in großem Rahmen Kunst am Bau gefördert. Hier wird ein Resümee des Regierungsumzugs gezogen und die Regierungsbauten in Berlin vorgestellt.

Foto der Nordfassade des Bundesrates. Quelle: Kroll

Parlament und Regierung in Berlin

Am 20. Juni 1991 stimmte der Deutsche Bundestag für den Antrag "Vollendung der Einheit" Deutschlands und legte fest, dass der Sitz des Deutschen Bundestages Berlin ist. Viele Gebäude in der neuen alten Hauptstadt wurden zu diesem Zweck neu- bzw. umgebaut. Neben der Erhaltung alter Gebäude und Stadtbilder wird auch neuer Architektur Raum gegeben.

Ausstellungsgraben: Informationstafeln zur Ausstellung sind entlang der alten Mauerreste angebracht. Der Weg entlang der Mauer ist glasüberdacht.

Topographie des Terrors - Dokumentations- und Begegnungszentrum

Das Gelände der Topographie des Terrors in Berlin Kreuzberg ist ein zentraler Ort der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Von 1933 - 1945 befanden sich an dieser Stelle zentrale Einrichtungen des nationalsozialistischen SS- und Polizeistaates.

Die Bundesrepublik Deutschland hat eine besondere historische Verantwortung, diesen Ort angemessen zu gestalten und zu nutzen. Deshalb wurde dort ein Ausstellungsgebäude mit wissenschaftlichen und pädagogischen Funktionen der Stiftung Topographie des Terrors errichtet. Der Bau der im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes ausgezeichneten ersten Preisträger geht bedacht zurückhaltend mit den Zeugnissen der Grabungen auf dem Gelände um.

Foto: Treppenturm des Deutschen Historischen Museums - Link zu einer vergrößerten Bildansicht in einem neuen Browserfenster

Wechselausstellungsgebäude des Deutschen Historischen Museums

Immer wieder, wenn es um das Bauen in einem baugeschichtlich bedeutsamen Umfeld geht, wird die Frage laut, ob es nicht eine zeitgemäße Architektur gebe, die dem Alten selbstbewusst entgegentritt, ohne es übertrumpfen zu wollen oder sich einer historistischen Formensprache zu bedienen.


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