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Das Haus

Effizienzhaus Plus in Berlin Effizienzhaus Plus in Berlin (Quelle: Werner Sobek)

Nach nur einem Jahr Planungs- und Bauzeit wurde am 7. Dezember 2011 das "Effizienzhaus Plus" von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. In zentraler Lage, an der Fasanenstraße 87 a, 10623 Berlin, unweit der Technischen Universität Berlin und in unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm, kann das Haus der Zukunft, vor Einzug und nach Auszug der Testfamilie, besichtigt werden.

Auf 130 m2 Wohnfläche finden sich die neuesten technischen Errungenschaften auf dem Gebiet der Energieeffizienz. Dank Wärmepumpe und modernster Fotovoltaik-Anlage auf Dach und Fassadenflächen produziert das Haus mehr Strom als seine Bewohner verbrauchen. Die Energie, die das Haus erzeugt, wird in Hochleistungsbatterien gespeichert und unter anderem dazu genutzt, die Elektrofahrzeuge an der hauseigenen Ladestation zu betanken. Nach dem Motto: Mein Haus - meine Tankstelle! Die Isolierung der Gebäudehülle sowie eine optimierte Gebäudetechnik minimieren die Wärmeverluste, die bei herkömmlichen Bauweisen für einen erheblichen Energieverlust verantwortlich sind. Das Einfamilienhaus ist somit ein eigenständiges kleines Kraftwerk, das seinen Überschuss an Strom in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen kann.

Die gesamte Haustechnik läuft im Kern des Hauses im Technikraum zusammen und kann außerdem von den Bewohnern über zwei Touchpanels sowie über Smartphones eingesehen und gesteuert werden. So können die Bewohner vorgeben, wann sie die Fahrzeuge nutzen und welche Strecken sie fahren möchten. Ein Regelungssystem ermittelt dann eine optimale Ladestrategie für die Elektroautos. Basierend auf dem Wetterbericht passt das Haus zudem seinen Energiehaushalt und die Nutzung des Batteriespeichers an.

Das Haus der Zukunft ist nicht nur weitgehend energieautark und weist eine niedrige CO2-Belastung auf, es ist außerdem beinahe vollständig recycelbar. Beim Bau des Hauses wurde auf das Verkleben einzelner Schichten und verschiedener Bauteile weitgehend verzichtet. Dies ermöglicht einen einfachen Rückbau und anschließendes Recycling der verschiedenen Materialen. Selbst Gebrauchsgegenstände und Möbel sind größtenteils recycelbar. So gehen keine wertvollen Ressourcen für zukünftige Generationen verloren.

Moderne Architektur trifft innovative Technik

Das Haus an der Fasanenstraße konnte sich 2010 im öffentlich ausgelobten Architektur- und Hochschulwettbewerb gegen zahlreiche Bewerber durchsetzen und wurde wegen seiner intelligent geplanten "Interaktion zwischen Nutzer, Haus und Fahrzeugen" ausgewählt. Das Projekt "Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität" ist ein Entwurf der Arbeitsgemeinschaft der Universität Stuttgart, Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren von Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Werner Sobek mit dem Institut für Gebäudeenergetik, dem Lehrstuhl für Bauphysik, dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, Werner Sobek Stuttgart und Werner Sobek Green Technologies.

Energie- und Raumkonzept

Das architektonische Konzept des Effizienzhauses beruht auf einer Dreiteilung: der Straße zugewandt befindet sich das Schaufenster mit den Monitoren und Displays, das gleichzeitig Park- und Ladeplatz für die Elektroautos ist. In der Mitte des Hauses befindet sich der Energiekern, oder Technikraum, in dem sich alle technischen Funktionen befinden. Der Straße abgewandt befinden sich die drei Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche, an die ein privater Garten angrenzt.

Das Haus soll der Öffentlichkeit als Anschauungs-, Informations- und Veranstaltungsplattform zum gesellschaftlichen Forschungsdialog dienen. Besucher sind eingeladen an den integrierten Monitoren und Displays im öffentlich zugänglichen Teil des Hauses, dem sogenannten Schaufenster, die Energiebilanz des Gebäudes mitzuverfolgen, sich über das Haus der Zukunft zu informieren und vielleicht für den eigenen Hausbau inspirieren zu lassen.

Impressionen des Effizienzhaus Plus

Zusatzinformationen

Downloads

Broschüre: Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität

Broschüre: Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität

Gebäude- und Verkehrsbereich - beide Sektoren zusammen sind aktuell in Deutschland für rund 70 Prozent des Endenergieverbrauchs und für rund 40 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich. Was liegt also näher, als nach Wegen zu suchen, die in beiden Sektoren zu Einsparungen führen?


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