Satellitennavigation - Galileo
Mit Galileo entsteht ein eigenständiges europäisches ziviles Satellitennavigationssystem, das zur weltweiten Nutzung entwickelt wird. Ein zuverlässiges Navigations- und Ortungssystem wird immer mehr zum Schlüsselelement für die Vernetzung von Verkehrsträgern, um ein integriertes Gesamtverkehrssystem auf nationaler und internationaler Ebene zu schaffen.
Die Navigationskonferenz - Orientierung in der intelligenten Welt
Innovative Navigationsdienste und -anwendungen brauchen interdisziplinären Dialog über Branchengrenzen hinweg. Gerade im Logistiksektor sind verlässliche Navigationsdienste und -anwendungen unverzichtbar. Damit innovative Ansätze auch in der Praxis überzeugen, ist optimale Abstimmung auf den konkreten Anwendungsfall gefragt. Für optimale Synergie von Navigation und IT-Technologie im Logistikbereich veranstaltet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zusammen mit dem Branchenverband BITKOM "Die Navigationskonferenz" am 03./04.06.2013 in München diesmal im Rahmen der internationalen Leitmesse "transport logistic".
Infografik - So funktioniert das Satellitennavigationssystem Galileo
Die Galileo-Konstellation wird aus insgesamt 30 Satelliten bestehen, die mit Atomuhren für die exakte Zeitmessung ausgerüstet sind. Jeder Satellit wird neben einem Zeitsignal seine aktuellen Bahnkoordinaten senden. Wie das System funktioniert, sehen Sie auf der interaktiven Infografik.
Das Galileo-System wird aus Oberpfaffenhofen gesteuert
Das europäische Navigationssystem Galileo wird vom Kontrollzentrum im bayerischen Oberpfaffenhofen und seinem italienischen Partnerzentrum Fucino nahe Rom gesteuert werden. Am 26.10.2010 teilte die Europäische Kommission mit, dass ein entsprechender Auftrag bis 2014 mit einem Volumen von 194 Mio. € vergeben worden sei.
Öffentliche Hand kann durch Navigationstechnologie sparen
Winterdienst, Polizei, Feuerwehr und ÖPNV - dies sind nur einige Bereiche des öffentlichen Sektors, in denen der Einsatz von Satellitennavigation auf Basis von Galileo zu deutlichen Effizienzsteigerungen beitragen kann. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat das Nutzungspotenzial im öffentlichen Sektor untersuchen lassen. Die Ergebnisse der umfassenden Studie von MICUS Management Consulting finden Sie hier.
Galileo-Satelliten werden in Deutschland gebaut
Die EU-Kommission teilte am 7. Januar 2010 mit, dass mit der OHB System AG und der Astrium GmbH Rahmenverträge über die Lieferung von bis zu 32 Satelliten abgeschlossen worden seien. Den ersten Teilauftrag über 14 Satelliten erhält OHB.
Bundesregierung beschließt Nationale Raumfahrtstrategie
Im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wurde am 1.12.2010 die nationale Raumfahrtstrategie der Bundesregierung vorgestellt. Galileo bildet eines der Kernelemente der langfristigen Zielvorgaben für die deutsche und europäische Raumfahrt.
Galileo Test- und Entwicklungsumgebungen
Mit dem fortschreitenden Aufbau von Galileo wird die Entwicklung von Empfängern und Anwendungen immer wichtiger. Hierfür nehmen die Galileo Test- und Entwicklungsumgebungen eine Schlüsselrolle ein. Errichtet mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie bieten diese Testgebiete Forschern und Anwendungsentwicklern europaweit einzigartige Möglichkeiten zur Erprobung ihrer Anwendungen, Empfänger und Dienste, die auf Galileo basieren oder Galileo nutzen. Damit werden Forschung und Entwicklung von Galileo-Produkten und -Anwendungen bereits heute unterstützt.
European Geostationary Navigation Overlay Service - EGNOS
EGNOS ist der Vorläufer des Galileo-Programms und dient dazu, die Navigation auf der Grundlage der GPS-Signale in Europa zu verbessern und die Nutzer über die aktuelle Zuverlässigkeit der Positionssignale zu informieren (Integritätsmeldung).

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