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Soziale Stadt - Investitionen im Quartier

Zukunftsfähige Entwicklung benachteiligter Stadtquartiere

Wohngebäude mit Spielplatz (Quelle: BMVBS)

Mit dem  Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt – Investitionen im Quartier" unterstützt der Bund insbesondere städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligte Stadt- und Ortsteile.

Ziel ist, problematischen Entwicklungen entgegen zu wirken und Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Folgen des demografischen und wirtschaftlichen Wandels zu unterstützen. Die Aufgaben umfassen insbesondere die Verbesserung des Wohnungsbestandes, der Schaffung neuer Wohnqualitäten und eine attraktive Gestaltung des Wohnumfeldes. Dies zielt zugleich darauf ab, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Wichtiger Schwerpunkt des Programms ist die Bündelung baulicher Investitionen der Stadterneuerung mit Maßnahmen zur Förderung von Bildung, Beschäftigung und Integration vor Ort. Auf fachübergreifende Kooperation ausgelegte, integrierte Entwicklungskonzepte sind die Grundlage dieses Stadtentwicklungsprogramms. Hier entwickelte Strategien und Maßnahmen sind speziell auf die Zielgruppen und auf die konkreten Situationen in den Quartieren zugeschnitten und dienen als Handlungsgrundlage für die Umsetzung der Fördermaßnahmen sowohl aus dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt wie auch anderer Programme, z.B. BIWAQ.

Mit dem integrierten Handlungsansatz des Programms sollen zum einen Synergien für eine Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse erzielt werden. Zum anderen soll das Zusammenwirken aller Akteure im Quartier und insbesondere die Beteiligung der Bewohnerschaft erreicht werden. Durch das gemeinsame Engagement für den Stadtteil werden das Zugehörigkeitsgefühl zum Quartier gestärkt und Nachbarschaften stabilisiert. 

Über 375 Kommunen bundesweit beteiligt

Karte: Gemeinden im Programm Soziale Stadt 2011 Gemeinden im Programm Soziale Stadt 2011 (Quelle: BBSR)

Grafische Karte zeigt die Verteilung der Bundesfinanzhilfen im Programm Soziale Stadt von 1999 bis 2011. Bundesfinanzhilfen im Programm Soziale Stadt 1999 bis 2011 (Quelle: BBSR)

Seit 1999 (bis einschließlich 2012) hat der Bund mit dem Programm Finanzhilfen in Höhe von rund 1 Milliarde Euro für die Stabilisierung und Aufwertung von insgesamt bereits rund 600 benachteiligten Stadt- und Ortsteilen in über 375 großen und kleineren Kommunen zur Verfügung gestellt  und damit ein Drittel des Gesamtprogramms finanziert. Mit den ergänzenden Mitteln von Ländern und Kommunen, die sich in gleicher Höhe beteiligen, standen bis 2012 rund drei Milliarden Euro für die Umsetzung des Programms bereit. Damit leistet der Bund einen wichtigen und wirksamen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Wirtschafts- und Beschäftigungschancen in den Städten und Gemeinden.

Im Programmjahr 2013 stehen für das weiterentwickelte Programm "Soziale Stadt – Investitionen im Quartier" Bundesfinanzhilfen in Höhe von 40 Mio. Euro zur Verfügung. Mit dem Ziel, das Programm noch effizienter zu gestalten, um auf neue Herausforderungen reagieren zu können, werden die Kommunen dabei unterstützt, in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen mehr Generationengerechtigkeit durch familienfreundliche und altersgerechte Infrastrukturen zu erreichen. Mit der Schaffung entsprechender städtebaulicher Angebotsstrukturen werden eine hohe Nutzungsvielfalt und lebendige Nachbarschaften befördert. Dies erfordert auch eine Anpassung der Konzepte und Strategien in den Städten und Gemeinden an künftige gesellschaftliche Herausforderungen. Mithilfe des Programms wird eine verbesserte Abstimmung von gesamtstädtischen Entwicklungskonzepten und stadtteilbezogenen Strategien gestärkt.

Viele Probleme vor Ort lassen sich nicht allein mit Mitteln der Städtebauförderung lösen. Es ist vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung für diese Stadtteile erforderlich. Deshalb werden weitere Partner und Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft (z.B. Unternehmen und (Bürger-) Stiftungen, Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen und Vereine) stärker und verbindlicher eingebunden.

Ein besonderes Augenmerk liegt auch weiterhin in der Stärkung der Beteiligung der Bewohnerschaft. Es gilt die Potentiale des ehrenamtlichen Engagements noch stärker zu entfalten und einzubinden. Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubinden, bringt neue Ideen, bessere Ergebnisse und erhöht die Akzeptanz von Baumaßnahmen und Projekten aller Art. Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sind besonders stark, wenn es um das eigene Wohnumfeld geht. 

Video: Soziale Stadt - Für eine zukunftsfähige Entwicklung benachteiligter Stadtquartiere

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