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Die Demografiestrategie der Bundesregierung "Jedes Alter zählt" aktiv umsetzen 

Logo: Demografiestrategie der Bundesregierung. Grafik: Karte von Deutschland bestehend aus mehrfarbigen Punkten. durch die farbliche Abhebung wird innerhalb der Grenzen die Alterspyramide abgebildet. Logo: Demografiestrategie der Bundesregierung (Quelle: BPA)

Der demografische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen und wird Deutschland in den kommenden Jahrzehnten in nahezu allen Lebensbereichen tiefgreifend verändern. Die Menschen werden älter, die Bevölkerung nimmt ab und die Zusammensetzung der Gesellschaft wird vielfältiger. Für Deutschland kommt es darauf an, diesen demografischen Wandel aktiv zu gestalten, um allen Menschen auch in Zukunft gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilen des Landes, optimale Entwicklungschancen und Wohlstand bieten zu können. Gefragt ist hierbei aber nicht nur die Bundesregierung, sondern eine Vielzahl von Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft  in den Ländern und Kommunen vor Ort. Die Bundesregierung hat ihre Demografiestrategie am 25. April 2012 verabschiedet und steht im Dialog mit allen beteiligten Partnern.

Der demografische Wandel wirkt sich insbesondere auf die Lebensbereiche Wohnen, Daseinsvorsorge und Mobilität aus: So müssen zum Beispiel mehr Wohnungen und Häuser altersgerecht umgebaut und in manchen Orten auch rückgebaut werden, Straßen, Wege und Plätze müssen barrierefrei sein, die Stadt- beziehungsweise Ortszentren attraktiv bleiben. Einrichtungen der Daseinsvorsorge (wie Ärzte, Krankenhäuser, Schulen, Kindestagesstätten, Post, Banken) und der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs (wie Lebensmittelladen, Bäcker, Fleischer) müssen mit vertretbarem Aufwand mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß erreichbar sein und auch das Autofahren durch technische Assistenzsysteme unterstützt werden.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung engagiert sich bei der Umsetzung der Demografiestrategie deswegen besonders in den strategischen Handlungsfeldern "Selbstbestimmtes Leben im Alter" und "Lebensqualität in ländlichen Räumen und integrative Stadtpolitik fördern". Das Ministerium stellt sich diesen Herausforderungen des demografischen Wandels nicht erst jetzt und hat in den vergangenen Jahren schon einige Programme gestartet:

  • Im Bereich der Städtebauförderung sind die Programme "Stadtumbau", "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" und "Kleinere Städte und Gemeinden" zu nennen, mit denen die Städte und Gemeinden unterstützt werden.
  • Im Bereich der Daseinsvorsorge setzen sich insbesondere das Aktionsprogramm "Regionale Daseinsvorsorge", das Modellprojekt "Demografischer Wandel – Region schafft Zukunft" und der Wettbewerb "Menschen und Erfolge" zusammen mit den Partnern aus vielen Regionen ganz konkret mit Strategien und Projekten zur Sicherung der Daseinsvorsorge vor Ort auseinander und zeigen auch gute Beispiele bürgerschaftlichen Engagements auf. 

Das Ministerium verfolgt dabei vier zentrale Ziele:

  1. Bedarfsgerechte Angebote der öffentlichen Daseinsvorsorge zu gewährleisten,
  2. Wohnen und Wohnumfeld altersgerecht und attraktiv zu gestalten,
  3. Mobilität in jeder Region bis ins hohe Alter zu ermöglichen und
  4. Verkehrsinfrastruktur nachfrage- und demografieorientiert weiterzuentwickeln.

Damit soll den Menschen ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter in vertrauter Umgebung ermöglicht und die Mobilität gerade für Menschen in den ländlichen Räumen unterstützt werden. Für das Wohlbefinden und die Lebensqualität besonders von älteren Menschen ist es von großer Bedeutung am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Die Bundesregierung hat am 4. Oktober 2012 mit dem ersten Demografiegipfel den Dialogprozess mit den Gestaltungspartnern aus Bundesländern, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gestartet. Insgesamt neun Arbeitsgruppen haben sich in den vergangenen Monaten mit verschiedenen Herausforderungen des demografischen Wandels in einzelnen Lebensbereichen beschäftigt und gemeinsam Ideen zu dessen Gestaltung erarbeit.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung leitet gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus den Bundesländern und den kommunalen Spitzenverbänden, deren Aufgabe in der Entwicklung eines Nationalen Koordinierungsrahmens zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft in vom demografischen Wandel besonders betroffenen ländlichen und städtischen Regionen besteht.

Einen ersten Ergebnisbericht hat die Arbeitsgruppe zum zweiten Demografiegipfel der Bundesregierung am 14. Mai 2013 vorgelegt. Dieser Bericht wurde zusammen mit den Ergebnisberichten der anderen Arbeitsgruppen in einer Dokumentation zum Demografiegipfel veröffentlicht.

Die Dokumentation sowie weitere Informationen zum Demografiegipfel und sämtlichen Arbeitsgruppen finden Sie unter dem externen Link "Politik für alle Generationen".
 

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