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Verkehr und Mobilität

European Geostationary Navigation Overlay Service - EGNOS

Logo EGNOS Logo EGNOS (Quelle: ESA)

Die GPS-Signale erlauben eine Navigationsgenauigkeit von rund 12 bis 15 m, die aber zeitweise auch erheblich schlechter sein kann, ohne dass die Nutzer davon erfahren. GPS ist deshalb für eine Reihe von Anwendungen, z. B. im Flugverkehr, nicht oder nur eingeschränkt geeignet. In Europa wurde deshalb, wie bereits in den USA, mit EGNOS ein Ergänzungssystem errichtet, das die Ortungsungenauigkeit der GPS-Signale auf 2 m verringert. EGNOS besteht aus einer Reihe von genau positionierten Antennen in Europa, die GPS-Signale empfangen und dann die Daten zu Kontrollzentren weiterleiten, die eine Genauigkeitsfeststellung durchführen. Hieraus werden Korrekturdaten für die Navigation abgeleitet. Diese Daten und die Integritätsmeldung werden den Nutzern über drei Transponder zur Verfügung gestellt. Diese befinden sich auf drei geostationären Kommunikationssatelliten.

EGNOS wurde von der Europäischen Weltraumagentur ESA mit Mitteln der Mitgliedstaaten errichtet und ist zum 1. April 2009 in das Eigentum der Europäischen Gemeinschaft übergegangen. Seit 1. Oktober 2009 ist der Offene Dienst von EGNOS operabel. Am 2. März 2011 hat die Europäische Kommission den so genannten „Safety of Life Service“ von EGNOS offiziell freigegeben. EGNOS stellt damit eine zusätzliche Integritätsmeldung zur Verügung. Diese ist für sicherheitskritische Anwendungen vorgesehen und kann insbesondere im Landeanflug zur Navigation verwandt werden. In Deutschland ist als erste betriebliche Anwendung die Einrichtung von Flug- und Landeverfahren für Hubschrauber geplant. Auch Flug- und Landeverfahren an Regionalflugplätzen können auf dieser Grundlage entwickelt werden. Der EGNOS-Betrieb wird im Auftrag der EU-Kommission durch den von sieben Flugsicherungen gegründeten "European Satellite Service Provider" (ESSP SaS) durchgeführt.

EGNOS erlaubt Navigationsanwendungen, die mit denen von Galileo vergleichbar sind. EGNOS kann Galileo aber nicht ersetzen, da es auf dem GPS-System aufbaut. EGNOS und Galileo sollen daher zusammengeführt und künftig gemeinsam betrieben werden.


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