Peter Ramsauer übergibt 2,8 Millionen Euro an die UNESCO-Welterbestätte Goslar
Ramsauer: UNESCO-Welterbestätte zu sein, ist eine hohe Auszeichnung und eine große Verantwortung
- Erscheinungsdatum
- 02.09.2010
- Laufende Nr.
- 251/2010
Die 1992 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommene Stadt Goslar erhält auch dieses Jahr Geld aus dem Förderprogramm des Bundesbauministeriums. Bundesbauminister Peter Ramsauer übergibt heute im Rathaus Goslar einen symbolischen Scheck über 2,8 Millionen Euro.
Ramsauer: „UNESCO-Welterbestätte zu sein, ist eine hohe Auszeichnung und eine große Verantwortung. Der Erhalt der historischen Stätten von Weltrang stellt nicht nur kleinere Kommunen vor große Herausforderungen. Mit unserem Programm unterstützen wir die Städte dabei, die notwendigen Investitionen zu machen, um ihr Welterbe zu erhalten und als Teil der Stadt weiter zu entwickeln. Ich freue mich sehr, dass wir die Stadt Goslar auch in diesem Jahr wieder fördern.“
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert Investitionen in den Erhalt und die Weiterentwicklung der deutschen UNESCO-Welterbestätten mit einem Förderprogramm, um das sich die Kommunen mit Anträgen bewerben können. Dieses Jahr sind rund 70 Millionen Euro an die Welterbestätten geflossen.
Mit den diesjährigen Bundesmitteln will Goslar das Rathaus und Teile der Stadt- und Feldmauern sanieren. Zudem werden fünf einzelne Maßnahmen am Bergwerk Rammelsberg gefördert. Auch in der ersten Förderrunde 2009 hatte die Stadt Goslar mit ihrem Antrag Erfolg und erhielt 4,2 Millionen Euro vom Bund.
Die Stadt Goslar hat drei Welterbestätten – die Altstadt, das Rammelsberger Erzbergwerk und seit 1. August diesen Jahres die Oberharzer Wasserwirtschaft, eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme. Zisterziensermönche hatten im frühen 13. Jahrhundert mit der Anlage des ausgeklügelten Teichsystems begonnen, Bergleute bauten es über die Jahrhunderte aus. Es blieb bis ins Industriezeitalter der einzige Energielieferant für den Oberharzer Bergbau und ist bis heute gut erhalten.

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