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Jan Mücke eröffnet den 5. Internationalen Kongress der Backsteinbaukunst in Wismar

Mücke: Die Städte an der Ostsee sind wie kaum eine andere Region Europas durch die Backsteinbaukunst geprägt

Erscheinungsdatum
02.09.2010
Laufende Nr.
252/2010

Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, eröffnet heute den 5. Internationalen Kongress der Backsteinbaukunst in der St.-Georgen-Kirche in Wismar.

Über 100 Fachleute aus dem In- und Ausland treffen sich zum zweitägigen Austausch über das Bauen mit Backsteinen in der „Stadt der Backsteingotik“.

Mücke: „Die Städte an der Ostsee sind wie kaum eine andere Region Europas durch die Backsteinbaukunst geprägt. Backsteinarchitektur prägt bis heute die Stadtbilder in Norddeutschland und im baltischen Raum. Die Initiativen und Projekte zur „Backsteingotik“ haben die Region international bekannt gemacht und locken viele Besucher an. Dafür danke ich insbesondere dem Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Professor Dr. Gottfried Kiesow, der sich unermüdlich für die historischen Bauten einsetzt.“

Der Kongress findet in der St. Georgenkirche statt, die vor 65 Jahren zerbombt wurde und 45 Jahre dem Verfall ausgesetzt war, bevor sie gerettet und in alter Schönheit wiederhergestellt werden konnte – überwiegend finanziert durch private Spenden. Auch das Bundesbauministerium unterstützt den Erhalt des historischen Erbes, unter anderem durch das Investitionsprogramm für nationale UNESCO-Welterbestätten. Wismar erhält aus diesem Förderprogramm dieses Jahr 3,4 Millionen Euro für die Sanierung und Umnutzung der Bürgerhäuser in der ehemaligen Kaufmannskompagnie.

Der Kongress wird jedes Jahr durch die Hansestadt Wismar gemeinsam mit den Hansestädten Lübeck und Stralsund, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, sowie dem Europäischen Zentrum für Backsteinbaukunst durchgeführt.

Der Baustil der Backsteingotik entwickelte sich im natursteinarmen Norden Deutschlands als eine spezielle Form der Gotik, die durch nordfranzösische Kathedralen und englische Gewölbeformen geprägt wurde. Ihre Entstehung und Entwicklung ist eng mit der Geschichte der Hanse verbunden und hatte vor rund 500 Jahren ihre Blütezeit.

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