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Presse

Tag der offenen Baustelle an der Donau-Staustufe Kachlet

Erscheinungsdatum
23.06.2012
Laufende Nr.
130/2012

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Andreas Scheuer, besucht heute im Rahmen des Tages der offenen Baustelle die Donau-Staustufe Kachlet.

Die in den Jahren 1922 bis 1927 errichtete Doppelschleuse wird in zwei aufeinander folgenden Schritten instandgesetzt. Zunächst werden bis 2014 die Mittelwände saniert, anschließend folgt die Hauptmaßnahme. Nach jetzigem Planungsstand können die Arbeiten voraussichtlich 2019 beendet werden.

Scheuer betonte, dass es aufgrund des Alterungseffektes der Verkehrsinfrastruktur und des prognostisch stark steigenden Güterverkehrs immer schwieriger werden wird, die Effizienz des Systems der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau zu halten. Daher werde in Zukunft die Erhaltung der vorhandenen Infrastruktur sowohl in technischer als auch in finanzieller Hinsicht eine besondere Herausforderung darstellen.

Die Staustufe Kachlet war die erste, die nach dem Vertrag zum Bau der Main-Donau-Verbindung, an der Donau zur Stromgewinnung errichtet wurde. Mit einer installierten Leistung von 53,7 MW ist das Kraftwerk eines der größten an der deutschen Donau. Sein Regelarbeitsvermögen liegt bei 319 GWh, dies entspricht dem Leistungsbedarf von 88.000 Haushalten.

Der Stau beträgt mehr als 9 Meter; damit er durch die Schiffe überwunden werden kann, wurde zusammen mit Wehr und Kraftwerk eine Doppelschleuse errichtet. Durch das Überstauen wurden die Stromschnellen, die früher für manches Unglück verantwortlich waren, unschädlich gemacht und somit die Verhältnisse für die Schifffahrt deutlich verbessert.

Weiterhin unterstrich Scheuer die große Bedeutung der "Variantenunabhängigen Untersuchungen zum Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen", die von der Kommission der Europäischen Union mit 50 Prozent der Gesamtkosten (ca. 33 Mio. Euro) gefördert werden. Wichtig sei, dass es am Ende eine Lösung zum Donauausbau geben wird, die sowohl von der Mehrheit der Bevölkerung als auch von den am Untersuchungsprozess beteiligten Gruppen unterstützt wird.

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