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Wohngeld- und Mietenbericht 2006
Der Wohngeld- und Mietenbericht 2006 gibt einen Überblick über die Entwicklung des Wohngeldes und der Mieten für Wohnraum im Zeitraum 2002 bis 2006.
Die seit geraumer Zeit zu beobachtende Entspannung auf den deutschen Wohnungsmärkten setzte sich auch im Berichtszeitraum weiter fort. In ihrer jährlichen Entwicklung stiegen die Wohnungsmieten geringer als die allgemeine Teuerungsrate. Zugleich sind jedoch hinsichtlich der Miethöhe erhebliche regionale Niveauunterschiede zu erkennen.
Im Durchschnitt zahlten die Mieterhaushalte 2006 eine Bruttokaltmiete von 6,25 Euro je m² und Monat. Für eine 70 m² große Mietwohnung musste ein privater Haushalt somit monatlich 438 Euro oder rund ein Viertel seines Einkommens aufwenden. Darin noch nicht enthalten sind die Kosten für Heizung und Warmwasser. Im Berichtszeitraum haben sich diese in Folge der stark gestiegenen Energiepreise um mehr als 30 Prozent von durchschnittlich 0,81 Euro auf 1,07 Euro je m² und Monat erhöht.
Im Wohngeldteil des Berichts werden im Wesentlichen die zweite Stufe der Wohngeldleistungsnovelle zum 1. Januar 2002 sowie die im Rahmen der Arbeitsmarktreform zum 1. Januar 2005 erfolgte Wohngeldvereinfachung dargestellt. Insbesondere die Wohngeldvereinfachung zum 1. Januar 2005 im Zusammenhang mit dem Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt hatte erhebliche Veränderungen hinsichtlich der Zahl der Wohngeldbezieher zur Folge. Die Unterkunftskosten vieler damaliger Empfänger von Wohngeld wurden nunmehr von anderen Sozialleistungssystemen übernommen. Das betraf vor allem ehemalige Bezieher von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, die jetzt Arbeitslosengeld II erhalten, nicht Erwerbsfähige sowie über 65-jähriger Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.


