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Presse- und Informationsamt

Foto des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung in der Dorotheenstraße 84 in Berlin Mitte
Presse- und Informationsamt

Adresse

Dorotheenstr. 84
10117 Berlin
Telefon
(01888) 272-0
Telefax
(01888) 272- 1365
E-mail
posteingang@bpa.bund.de

Homepage
http://www.bundesregierung.de

Infos und Broschüren

(Bestellungen rund um die Uhr):
Telefon: (01805) 22-1996
Fax: (01805) 22-1997
Postanschrift
Presse- und
Informationsamt der
Bundesregierung
11044 Berlin


Verkehrsanbindung:
  • S-Bahnlinien S1, S2, S25 (Bahnhöfe Unter den Linden oder Friedrichstraße)
  • S-Bahnlinien S3, S5, S7, S75; S9 (Bahnhof Friedrichstraße)
  • U-Bahnlinie U6 (Bahnhof Friedrichstraße)
  • Busse 100, 348 (Haltestellen Unter den Linden / Friedrichstraße oder S-Bahnhof Unter den Linden)
  • Bus 257 (Haltestelle S-Bahnhof Unter den Linden)
  • Straßenbahnlinie 1 (Haltestelle S + U Friedrichstraße)
Projektdaten
Standort: Dorotheenstraße 74, 80, 82-84
Reichstagsufer 12 - 14
Durchführung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Planung: Architekten Kühn Bergander Bley, Berlin
Hauptnutzfläche: ca. 24.000 qm
Bauzeit: Oktober 1997 - Juli 1999


Geschichte des Ortes und des Gebäudes:

Der Gebäudekomplex des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung liegt im nördlichen Teil der historischen Dorotheenstadt.
Die Dorotheenstadt ist eine der ältesten barocken Stadterweiterungen Berlins, die 1646 durch die Kurfürstin Dorothea gegründet wurde.

Das markanteste Gebäude im nördlichen Teil der Dorotheenstadt ist das ehemalige Postscheckamt, das nach Plänen von Alfred Lempp auf den Fundamenten der typischen Berliner Markthallen errichtet wurde. Erhalten blieb beim Umbau zum Postscheckamt das reich verzierte spätklassizistische Markthallen-Torhaus.
Ein weiteres historisches Bauwerk war das "Landhaus Kameke", ein Barockbau aus dem Jahre 1712, errichtet vom Baumeister des Berliner Schlosses, Andreas Schlüter, das auf dem Grundstück Dorotheenstraße 74 lag und 1943 leider zerstört wurde. Im Garten dieses Hauses, der sich bis zum Reichstagsufer erstreckte, wurde zu DDR-Zeiten in den Siebzigerjahren ein Gaststättenpavillon errichtet und an der Stelle des ehemaligen Landhauses entstand ein heute noch vorhandenes Bürogebäude in Plattenbauweise mit sieben Stockwerken.

Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts, dieses Areal dem Bundespresseamt zur Verfügung zu stellen, mussten also insgesamt acht Parzellen, vier Kopfbauten an der Straße gelegen, zehn Flügel im Inneren des Blocks und ein Solitär in Richtung Bahnhof Friedrichstraße mit einer Gesamtfläche von 43.000 qm geordnet werden.

Der Gebäudekomplex:

Für das umfangreiche Bauvorhaben wurde EU-weit ein mehrstufiges Auswahlverfahren ausgeschrieben. Als Sieger stand Ende 1995 der Entwurf des Berliner Architektenbüros KSP Engel Kraemer Schmiedecke Zimmermann fest.

Luftaufnahme des Presse- und Informationsamts von Südosten
Luftaufnahme von Südosten

Neben den Büros für die Mitarbeiter sollte ein Presse- und Informationszentrum mit einer Saalkapazität für 800 Personen entstehen, inklusive Versorgung durch Küche und Cafeteria, eine Bibliothek, ein Archiv und der so genannte Briefingsaal.

Bereits in der Planungsphase wurde entschieden, in drei Bauabschnitten vorzugehen, da Umbau- und Sanierungsarbeiten im Gebäudebestand besonders aufwändig waren.


Der 1. Bauabschnitt:

In diesem Bauabschnitt wurde Ende Oktober 1997 das Presse- und Besucherzentrum (PBZ) fertiggestellt, das jetzt mit dem Gebäude in der Neustädtischen Kirchstraße 15 die Berliner Dienststelle des Bundespresseamtes bildet.

Foto des Presse- und Besucherzentrums sowie der im Hintergrund befindlichen neuen Glasfassade
Presse- und Besucherzentrum, im Hintergrund die neue Glasfassade

Das Gebäude wurde auf dem Fundament der ehemaligen Betriebsgaststätte errichtet. Ein Neubau entstand, der sowohl von der äußeren Gestalt als auch von der Innenausstattung den Anforderungen an ein internationales Kommunikationsforum entspricht. Die Stahl-Glasfassade ist von Naturstein eingerahmt und mit einer eingeschnittenen gläsernen Eingangsfront versehen, die man vom Spreeufer über eine breite Rampe erreicht.


Foto der ehemaligen Betriebsgaststätte
Die ehemalige Betriebsgaststätte
Foto der Eingangsrampe an der Spreeseite
Das Neubau.
Gläserne Eingangsfront und die Rampe an der Spreeseite

Foto des variablen Konferenzsaals des BPA
Der Konferenzsaal

Innen ist das Haus auf eine flexible Nutzung eingerichtet.
In der Mitte des Baukörpers befindet sich wie ein "Haus im Haus" der Konferenzraum des Presse- und Informationszentrums, in dem 350 Journalisten Platz finden. Die mit Edelstahl verkleideten Wände des quadratischen Saals sind verschiebbar, so dass er bis auf sechs kleine Räume à 60 qm unterteilt werden kann.


Foto des mit modernster Technik ausgestatteten Filmstudios im Presse- und Besucherzentrums
Das Filmstudio im Presse-
und Besucherzentrum

Insgesamt gliedert sich das BPZ in zwei Funktionseinheiten - den Besucherbereich und den Bereich für die Journalisten. Im Besucherbereich können sich Gäste aus dem In- und Ausland über die Arbeit der Bundesregierung umfassend informieren, während die Journalisten in mit modernster Technik ausgestatteten separaten Räumen arbeiten. Ihnen stehen neben fest eingerichteten Medienmodulplätzen mit allen elektronischen Kommunikationseinrichtungen Studios für Rundfunk- und Fernsehaufnahmen zur Verfügung.


Der 2. Bauabschnitt:

Foto der Alt- und Neubauten des BPA in der Dorotheenstraße
Alt- und Neubauten in der Dorotheenstraße

Hier wurde der Plattenbau an der Dorotheenstraße 80 hergerichtet. Da in diesem Gebäude ausschließlich Büros untergebracht sind, waren bauliche Veränderungen kaum notwendig. Die Baumaßnahme beschränkte sich auf die Sanierung der Fassade, wobei die noch 1989 montierten Fertigteile abgenommen wurden, die Fassade geputzt und in ein kräftiges Orangerot gefasst wurde.
Die an dem ursprünglichen Gebäude vorhandene Dachschräge wurde zu einem Vollgeschoss ausgebaut. Das Haus wurde im Dezember 1998 der Nutzung übergeben.


Detailfoto der Fassade in der Dorotheenstraße
Fassadendetails in der Dorotheenstraße
Foto des BPA vom Reichstagsufer
Blick vom Reichstagsufer


Der 3. Bauabschnitt:

Im dritten Bauabschnitt wurde der denkmalgeschützte Gebäudekomplex des ehemaligen Postscheckamtes umgebaut. Dieses wurde ab 1984 als eine von insgesamt 14 Markthallen errichtet. Bereits 1913 wurde der Betrieb eingestellt, da Berlin-Mitte zur Geschäftsgegend wurde und die Marktkunden ausblieben.

Foto der Fassade des ehemaligen Postscheckamtes
Fassadenteil des ehemaligen Postscheckamtes

Noch im gleichen Jahr begann auf den Fundamenten der Halle der Erweiterungsbau für das erste Berliner Postscheckamt, das vier Jahre zuvor im Nachbarhaus eingerichtet worden war. Im Zentrum des Gebäudes, das weiterhin von dem Torhaus in der Dorotheenstraße erschlossen wurde, stand eine große, mit einer Glaskuppel überwölbte Schalterhalle. Das Gebäude, das 1917 in Betrieb genommen wurde, blieb, trotz einiger Schäden, auch nach dem Zweiten Weltkrieg als Postscheckamt in Betrieb, wurde jedoch in den siebziger Jahren zum Rechenzentrum der DDR-Post umgebaut.

Die Architekten standen vor der komplizierten Aufgabe, die wertvolle Bausubstanz so weit wie möglich zu erhalten und das Gebäude trotzdem für eine moderne Büronutzung mit allen notwendigen technischen Ausstattungen geeignet zu machen.
Eine Aufgabe, deren Umsetzung geschichtlichen Anspruch mit neuzeitlicher Orientierung verbindet.


Foto des kleinen Hofs nach dem Hauptportal
Der kleine Hof nach dem Hauptportal

Die im Krieg zerstörte Glaskuppel über der ehemaligen Kassenhalle wurde durch eine kreisrunde Stahl-Glaskonstruktion ersetzt Die Innenarchitektur wurde so weit wie möglich erhalten. Die erhaltene Wandfelderung wurde ergänzt, die Schmuckgirlanden über den Türstützen nachgezeichnet und die achteckigen Pfeiler, die früher die Decke trugen, sind durch runde Betonstützen ersetzt worden.


Schwarzweiß-Foto der ehemaligen Kassenhalle um 1925
ehemalige Kassenhalle
um 1925
Foto des Briefingsaals in der restaurierten Kassenhalle
Briefingsaal in der restaurierten Kassenhalle

An der östlichen Brandwand in Richtung S-Bahnhof Friedrichstraße schließt ein schmaler und weitgehend verglaster Ergänzungsbau den Komplex ab.